Niederlage beim AC Werdau

Der RCG Germania Potsdam verliert beim vermeintlichen Topfavoriten auf die Regionalligameisterschaft, dem AC Werdau, mit 6:17. Eine Reihe spannender und enger Kämpfe wird durch das augenscheinlich klare Ergebnis nicht widergespiegelt.

Trotz anfänglichem Schreckmoment absolvierte Rafal Szewc (61kg FR) einen technisch starken Auftritt gegen Islam Saidov und stellt noch in der ersten Kampfrunde mit 20:4 die technische Überlegenheit her.

Jeweils mit einem Mannschaftspunkt zu Gunsten der Westsachsen endeten die intensiven und spannenden Schwergewichtskämpfe. In der Klasse bis 130kg GR routinierte Tomas Wawrzynczyk in der angeordneten Bodenlage im ersten Kampfabschnitt. Ole Sterning hingegen inspiriert den Standkampf in Runde zwei. Eine schwer nachvollziehbare Passivitätsvergabe in der vom Potsdamer dominierten zweiten Runde sicherte dem Gastgeber das 4:3. Mit 4:2 endete das ebenso packende Duell zwischen Filip Szucki (98 kg FR) und Sebastian Jezierzanski.

Erste Ligaluft schnupperte Anton Schneider (66kg GR). Der Debütant geriet durch eine Kontersituation ins Hintertreffen und rannte sprichwörtlich in der zweiten Runde dem Rückstand hinterher. Einen sich zu erarbeitenden Passivitätsvorteil bekam er nicht zugesprochen. Wie schon in der Vorwoche kam Felix Liedtke (71kg FR) mit Führung in die Pause, ließ sich im fortlaufenden Kampf von Julius Kock aber den Schneid abkaufen. Beide Potsdamer Ringer gaben jeweils zwei Teamzähler ab. Mit 4:6 aus Sicht des RCG ging es in die Pause.

Simon Papsdorf (86kg GR) und Marten Scheel trennten sich nach Punkten 1:1 mit Minivorteil für den Athleten des AC Werdau. Einen phasenweise offenen Schlagabtausch lieferten sich Radu Cataraga (75kg GR) und Michal Novak. Der Tscheche im Dienste der Sachsen war akzentuierter und gewann mit 7:2 verdient. In der anschließenden Gewichtsklasse bis 80kg FR konnte der RCG kein Kämpfer aufbieten, Ansgar Reinke erhielt kampflos die Zähler.

Robert Schläfke (75kg FR) schrammte knapp am Ziel vorbei, über die Zeit zu kommen. Sein Gegner Fernando Mahmoud wusste punktuell physische Vorteile in Zählbares umzusetzen. Zwei gute Konteraktionen von Potsdams Eigengewächs und eine kämpferische Grundeinstellung verschafften ihm zwischenzeitlich Luft, gereicht hat es nicht ganz – 4:20 technische Niederlage.  Daniel Varga (80kg GR) lieferte zum Abschluss eine routinierte und ungefährdete Leistung gegen Jonas Kock ab. Potsdams Tscheche gewann mit 7:0.

Trotz Niederlage können die Teamverantwortlichen des RCG viel gute Aspekte und Tendenzen in die Auswertung mitnehmen. Kommenden Samstag darf der RC Germania Potsdam auch endlich zu Hause ran. Um 18.30Uhr gastiert die Zweitvertretung des FC Erzgebirge Aue in Potsdam.  

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